Tolle Evaluierungsergebnisse aus dem Schüler*innenHaushalt. Jugendliche gestalten ihre Schule - von der ersten Idee bis zur Umsetzung zeigen sie, wie Demokratie nicht nur gelernt, sondern auch gelebt werden kann.
Demokratie hört nicht beim Wahlrecht auf – sie beginnt oft schon viel früher. Ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie Demokratie im Schulalltag gelebt werden kann, gibt es momentan an fünf Vorarlberger Mittelschulen.
Die Jugendlichen zweier vorarlberger Mittelschulen zeigen gerade, wie die Einbindung aller an der Schule mit dem Schüler*innenHaushalt geht. Ein selbstorganisiertes Planungsteam hat Modus und Wahl für Verbesserungen an der Schule erarbeitet und umgesetzt.
Der zweite Schüler*innenHaushalt in der Steiermark stärkte das Demokratiebewusstsein von 480 SchülerInnen. Drei Verbesserungsvorschläge konnten nach geheimer Wahl bereits realisiert werden. Die eingesetzte Webseite förderte Transparenz und einfache Umsetzung.
2015 fand an der HAK und BAKIP in Bruck an der Mur (Steiermark) der österreichweit zweite Schüler*innenHaushalt statt. Die Stadtverwaltung stellte ein Budget von 5.000 € zur Verfügung und ermöglichte es Demokratie und Beteiligung in der Schule erlebbar zu machen und die Verbundenheit der Jugendlichen mit ihrer Schule zu stärken.
Wir führten mit unseren ProjektpartnerInnen der Servicestelle Jugendbeteiligung (SJB) ein Gespräch über deren Praxiserfahrungen zur Betreuung von Schüler*innenHaushalten in Deutschland. Deren Know-How soll die Durchführung von Schüler*innenHaushalten erleichtern und wird im folgenden Interview geteilt.
Die Idee für einen Schüler*innenHaushalt in Nenzing (Vorarlberg) kam von Florian Kasseroler, dem Bürgermeister der partizipationserprobten Marktgemeinde. Um Kindern und Jugendlichen die Teilnahme an demokratischen Entscheidungsprozessen zu ermöglichen, initiierte er im Jahr 2013 das Beteiligungsprojekt für die Mittelschule und Sportmittelschule. Neben den nötigen Unterlagen wurde dieser von der Gemeinde ein Budget von 5.000 € zur Verfügung gestellt.